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Was eine Hausschrift ist und wie ihr eine auswählt

Eine Hausschrift ist die Schrift, in der ein Unternehmen alles setzt, von der Website über das Angebot bis zur Präsentation. Festgelegt wird dabei mehr als ein Name, nämlich die Schnitte, feste Größenstufen und eine Lizenz. Diese Lizenz muss jede Stelle abdecken, an der die Schrift auftaucht. Unsere eigene Website kommt mit zwei Schriften aus, Geist für Überschriften und Text und Geist Mono für kleine Beschriftungen, dazu eine dritte für genau eine Ziffer.

Woran ihr eine gute Wahl erkennt, zeigt sich an diesen Entscheidungen. Die Abschnitte unten gehen sie der Reihe nach durch, jeweils mit unserer eigenen Antwort.

Gewählt wird eine Familie, nicht ein Schriftname

Wer eine Hausschrift aussucht, wählt mehr als einen Eintrag aus einer Liste. Gewählt wird eine Familie, also dieselbe Schrift in mehreren Strichstärken und Lagen. Oft gehört eine zweite Schrift dazu, die eine andere Aufgabe hat. Sie setzt etwa Zahlen, Code oder kleine Hinweise, damit die Hauptschrift ganz dem Lesen dient.

Bei uns ist Geist die Schrift für alles, was gelesen wird. Geist Mono steht daneben für kleine Beschriftungen in Großbuchstaben, etwa die Bildunterschrift weiter unten. Beide Schriften haben gleich hohe Großbuchstaben, und in einer Zeile stehen sie ruhig nebeneinander.

Verwechselt die Hausschrift nicht mit dem Schriftzug im Logo. Der wird oft eigens gezeichnet oder angepasst und gilt nur dort. Die Hausschrift trägt dagegen alles andere.

Zwei Strichstärken reichen meistens

Ein Schnitt ist eine Strichstärke oder Lage derselben Schrift, etwa Regular, Medium oder Kursiv. Viele Familien bringen deutlich mehr davon mit, als eine Marke je braucht. Jeder weitere Schnitt ist eine weitere Art, etwas hervorzuheben. Sind es zu viele, hebt am Ende alles etwas hervor, und die Seite wird unruhig.

Unsere Website kommt mit zwei Strichstärken aus. Regular setzt Überschriften und Text, Medium die kleinen Zwischenüberschriften und einzelne Hervorhebungen. Auch die Größen sind nicht je Seite frei gewählt. Sie sind als feste Stufen hinterlegt, und jede Seite benutzt dieselben. Dadurch sieht eine Überschrift auf der Startseite genauso aus wie in einem Artikel.

Jede Schriftdatei kostet Ladezeit

Jede Schriftdatei muss geladen werden, und dabei konkurriert sie mit dem Rest der Seite. Bei uns hat das ausgerechnet eine Schrift gezeigt, die gar nicht zur Hausschrift gehört.

Auf einer einzigen Seite setzt eine dritte Schrift eine Ziffer in Pixeloptik. Beim Bau unserer Website luden alle Seiten sie vorab, und zwar in fünf Varianten. Das waren rund 128 Kilobyte mit höchster Priorität, im Wettstreit mit dem größten Bild der Seite.

Inzwischen liegt nur noch die eine Variante als einzelne Datei im Projekt. Sie lädt erst dort, wo die Ziffer steht. Für die Wahl einer Hausschrift heißt das, auch auf die Zahl der Dateien zu schauen. Die Ladezeit gehört zum ersten Eindruck, den eine Marke macht.

Kommt eine Schrift gar nicht an, braucht es einen Ersatz. In unserem Code steht hinter Geist deshalb die serifenlose Standardschrift des jeweiligen Systems. Fehlt Geist, bleibt der Text lesbar, nur in einer anderen Schrift. Auch für Präsentationen und Dokumente gehört ein festgelegter Ersatz in die Regeln.

Die Lizenz muss jede Stelle abdecken

Eine Schrift zu besitzen heißt nicht, sie überall benutzen zu dürfen. Bei Kaufschriften ist jede Art der Nutzung oft eine eigene Lizenz mit eigenen Bedingungen. Vor der Wahl sollte deshalb klar sein, wo die Schrift überall auftaucht.

  • Website und Produktoberfläche
  • Druck, von der Visitenkarte bis zum Messestand
  • Präsentationen und Dokumente auf den Rechnern des Teams
  • Vorlagen für Social Media

Erst wenn die Lizenz alle diese Stellen abdeckt, ist die Schrift wirklich die Hausschrift. Sonst setzt jemand die nächste Präsentation doch wieder in etwas anderem.

Der Festpreis von 8.000 Euro für Headgent® Brand enthält alles, was zum Programm gehört. Bekommt eure Marke eine Kaufschrift, kommt nur deren Lizenz dazu. Die Pixelschrift unserer Website steht unter der SIL Open Font License, und die Lizenz liegt im Projekt direkt neben der Datei.

Die Schrift folgt aus der Marke, nicht aus dem Katalog

Ob eine Schrift gut ist, lässt sich ohne die Marke nicht sagen. Die Frage ist, ob sie zu dem passt, wofür ihr steht. Eine Marke, die genau und technisch auftreten will, braucht klare Formen und gut lesbare Ziffern. Eine Marke, die ein Handwerk verkauft, darf mehr Spuren der Hand zeigen.

Bei uns kommt die Schrift deshalb nicht am Anfang, sondern im Corporate Design. Dann steht schon fest, wofür die Marke steht. Wir legen zwei ausgearbeitete Routen vor. Jede zeigt Logo, Farbe, Schrift und Bildsprache. Ihr wählt eine, und wir arbeiten sie fertig aus.

Unser eigenes Produkt Jardis® zeigt, wie so eine Wahl aussieht. Es nutzt Geist für Überschriften und Text und Geist Mono für Code, Serifen kommen nicht vor. Code darf bei Jardis® zu sehen sein und soll dabei gut aussehen.

Aufgeklappter Laptop, auf dem Bildschirm die Website von Jardis® mit der großen Überschrift Everything in one place
Die Website von Jardis® auf einem Laptop.

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Häufige Fragen zu diesem Thema.

RolfNiklas

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Die Schrift, die ein Unternehmen überall verwendet. Sie steht auf der Website, in Angeboten, in Präsentationen und im Druck. Dazu gehören festgelegte Schnitte, feste Größen und eine Lizenz für alle diese Stellen. So sieht jeder Text nach derselben Firma aus, egal wer ihn gesetzt hat.

Eine, die auch in kleinen Größen am Bildschirm gut lesbar bleibt und mit wenigen Schnitten auskommt. Jeder Schnitt kostet Ladezeit. Dazu braucht es eine Lizenz, die die Nutzung im Web ausdrücklich erlaubt. Im Website Design kommt die Schrift aus dem Corporate Design der Marke.

Pauschal keine. Professionell wirkt eine Schrift, wenn sie zur Marke passt und konsequent eingesetzt wird. Wenige Schnitte, feste Größen und dieselbe Schrift an jeder Stelle machen mehr aus als ihr Name. Mehrere wild gemischte Schriften wirken bei jedem Namen unruhig.

Der Schriftzug im Logo wird oft eigens gezeichnet oder aus einer Schrift angepasst. Er muss deshalb nicht die Hausschrift sein. Wichtig ist, dass beide zusammenpassen und sich nicht gegenseitig Konkurrenz machen. Im Logo Design entsteht der Schriftzug zusammen mit dem Rest der Marke.

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