
Markenkern entwickeln in vier Wochen
Strategie

Wir gestalten erst, wenn feststeht, wofür die Marke steht. Konkret heißt das: Woche eins der Markenkern. Woche zwei Markt, Zielgruppen und Positionierung. Woche drei das Design, Woche vier die Übergabe. Wer diese Reihenfolge umdreht, spart keine Zeit. Er verschiebt die Entscheidung nur in die Korrekturrunden, wo sie teurer ist.
Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit, und trotzdem läuft es in der Praxis oft andersherum. Aus einem nachvollziehbaren Grund. Design kann man sehen, Strategie nicht.
Ein erster Entwurf in Woche eins fühlt sich nach Fortschritt an. Es gibt etwas zu zeigen, die Geschäftsführung hat eine Meinung, das Projekt bewegt sich. Ein Positionierungs-Statement fühlt sich dagegen nach Vorarbeit an. Man kann es niemandem in die Hand geben, und alle im Raum haben das Gefühl, es ohnehin schon zu wissen.
Der Preis dafür fällt später an, und er fällt fast immer in derselben Form. Irgendwann liegen drei Entwürfe auf dem Tisch. Alle sind ordentlich gemacht, und niemand kann begründen, welcher der richtige ist. Also entscheidet, wer am lautesten argumentiert oder am höchsten in der Hierarchie sitzt. Die nächste Runde folgt trotzdem, weil die Entscheidung nicht getroffen, sondern nur überstimmt wurde.
Dazu kommt, dass ein Entwurf ohne Strategie nicht falsch aussieht. Er sieht gut aus. Handwerklich ist er meistens sauber, und deshalb fällt monatelang niemandem auf, dass er beliebig ist. Man könnte ihn mit dem Logo eines Wettbewerbers versehen, und es fiele nicht auf. Genau das ist der Test, den ein Entwurf bestehen muss. Ohne Position gibt es keinen Grund, warum er ihn bestehen sollte.
Fehlt die Position, entscheidet der Geschmack. Farbe, Ton, das Wort auf der Startseite, alles wird verhandelbar. Die lauteste Meinung gewinnt. Eine Marke, die so entsteht, sieht nach etwas aus und steht für nichts. Deshalb steht bei uns die Markenstrategie vor dem ersten Entwurf.
Ob das bei euch schon der Fall ist, seht ihr an vier Symptomen. Sie treten selten einzeln auf:
Bei uns läuft das in einer festen Folge, und keine Woche greift der nächsten vor:
Eine Sache drehen wir dabei um, weil sie oft andersherum erwartet wird. Bei uns steht der Markenkern vor der Marktanalyse, nicht danach. Wer erst die Lücke im Markt sucht und sich dann hineinstellt, bekommt eine Position, die zum Markt passt und nicht zum Unternehmen. Die hält genau so lange, bis der Markt sich bewegt. Umgekehrt hält die Reihenfolge. Erst steht fest, wer ihr seid. Dann suchen wir die Stelle, an der genau das den größten Unterschied macht.
Ein Kunde kam zu uns mit dem Wunsch nach einem neuen Logo. Das alte zeigte ein Zahnrad in Blau und Orange, so wie die Logos der meisten seiner Wettbewerber auch. Ein schöneres Zahnrad hätte daran nichts geändert, weil das Zahnrad nicht das Problem war.
Also haben wir zuerst geklärt, wofür das Unternehmen steht und wogegen es sich stellt. Erst danach wurde gestaltet. Der Claim heißt heute „Aus Routinen wird Vorsprung.“ Deutsch statt englisch. Ein englischer Satz hätte die Firma größer aussehen lassen, als sie ist. Der ganze Fall steht auf der Case-Seite zu Axon Automation.
Niklas hat Axon komplett neu gedacht, und ich bin sehr zufrieden damit, wie er die Marke positioniert hat.
Noori Aslam, Gründer von Axon Automation
Das Logo kam am Ende trotzdem, und es kam schnell. Weil zu diesem Zeitpunkt feststand, was es zeigen muss.

Fast jeder Anbieter schreibt inzwischen „strategisch“ auf seine Website. Vier Fragen zeigen, wo es stimmt und wo es nur eine Überschrift ist:
Die vierte Frage ist die härteste, und sie taugt auch für euch selbst. Wenn ihr einen Entwurf gut findet, könnt ihr sagen, warum? Nicht warum er gefällt, sondern warum er richtig ist für das, was ihr verkauft. Fällt die Begründung schwer, fehlt sie nicht euch. Sie fehlt im Projekt.
Es gibt einen Fall, in dem wir nicht bei der Strategie anfangen, nämlich wenn sie schon da ist und trägt. Manche Unternehmen haben ihre Position sauber geklärt, und nur der Auftritt hat den Anschluss verloren. Dann ist es kein Rebranding, sondern ein Corporate Design auf vorhandener Grundlage. Was schon entschieden ist, schreiben wir nicht neu auf.
Welcher der beiden Fälle vorliegt, entscheidet nicht ihr allein und nicht wir allein. Das klärt die Bestandsaufnahme am Anfang, und sie ist Teil des Preises. Sie ist übrigens auch der Grund, warum ein Rebranding bei uns dasselbe kostet wie eine Marke, die neu entsteht.
Der Preis dafür steht fest, bevor ihr startet, 8.000 Euro für die Marke. Und wie die vier Wochen im Einzelnen ablaufen, haben wir Woche für Woche aufgeschrieben.
Marke und Produkt, die zusammen wachsen.
In 30 Minuten klären wir, was bei euch ansteht und welches Programm dazu passt.
Die Entscheidung, wie ihr mit eurer Marke am Markt gewinnt. Sie besteht aus Positionierung, Narrativ, Claim, Kernbotschaften und Tone of Voice. Die Markenidentität sagt, wer ihr seid; die Markenstrategie sagt, wie ihr damit antretet. Das Design zeigt beides.
Wir tun es, und wir schreiben den Ablauf deshalb aus: Markenkern, dann Markt und Zielgruppen, dann Positionierung, dann erst Design. Ob ein anderer Anbieter so arbeitet, steht selten auf seiner Website. Fragt ihn, in welcher Woche der erste Entwurf kommt. Die Antwort verrät die Reihenfolge zuverlässiger als jede Selbstbeschreibung.
Bei uns danach. Erst steht fest, wer ihr seid. Dann suchen wir im Markt die Stelle, an der genau das den größten Unterschied macht. Andersherum entsteht eine Position, die zur aktuellen Lücke passt und nicht zum Unternehmen. Sie trägt nur, bis ein anderer dieselbe Lücke besetzt.
Ja, nur ist die Strategie dann oft schon vorhanden. Wenn Positionierung und Tonalität stehen, gehen wir direkt in Struktur und Website Design. Wenn nicht, entsteht auf der neuen Seite dasselbe Problem wie auf der alten. Der Auftritt sieht gut aus und sagt nicht, warum man bei euch kaufen sollte.

Strategie

Erzählt uns von eurer Idee. Gemeinsam legen wir den richtigen Umfang, Zeitrahmen und das passende Team fest.