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Was GEO ist und welche Ratschläge dazu wirklich tragen

Wer nach GEO sucht, findet viele Versprechen und wenig Belege. Die Sache selbst ist schlichter. GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist die Arbeit daran, dass ChatGPT, Gemini oder die KI-Übersicht von Google euch in ihrer Antwort nennen. SEO arbeitet am Platz in der Liste der Suchergebnisse, GEO an der Nennung in der Antwort. Für seine eigenen KI-Antworten schreibt Google, dass es weder besondere Dateien noch besonderes Markup braucht. Was zählt, ist eine Seite, die eine Maschine lesen kann. Und sie muss im Klartext sagen, was ihr anbietet.

Wir haben an unserer eigenen Website ausprobiert, was davon zählt, und einige Stellen angepasst. Darunter steht, welche Ratschläge sich belegen lassen und welche nicht.

GEO baut auf SEO auf, ersetzt es aber nicht

Bei Google bekommt ihr eine Liste von Links und entscheidet selbst, was ihr öffnet. Ein Sprachmodell nimmt euch diese Entscheidung ab. Es liest mehrere Quellen und nennt am Ende wenige Namen. Mit Websuche nennt es vor allem, was es gerade gefunden hat. Deshalb setzt GEO auf der Suchmaschinenoptimierung auf, statt sie zu ersetzen.

Wie eng beides verbunden ist, unterscheidet sich je nach System. In einer Auswertung von Ahrefs vom August 2025 standen nur 12 Prozent der von ChatGPT, Gemini und Copilot zitierten Links auch in Googles ersten zehn Treffern. Bei Googles eigenen KI-Übersichten ist es umgekehrt. Dort kommen laut Ahrefs etwa drei Viertel der zitierten Seiten aus den ersten zehn Treffern.

Wo Google selbst antwortet, decken sich Ranking und Zitate also weitgehend. Bei den anderen Systemen stammen die zitierten Links nur selten aus den ersten zehn Treffern. Für beide gilt dieselbe Grundlage, nämlich eine Seite, die gefunden und gelesen werden kann.

Drei Ratschläge, für die es keinen Beleg gibt

Bei der Suche nach GEO stößt man auf Ratschläge, die gut klingen und sich leicht umsetzen lassen. Drei davon haben wir gegen ihre Quellen geprüft. Für keinen haben wir einen Beleg gefunden.

  • Eine Datei namens llms.txt, die Sprachmodellen die Website erklärt
  • Zusätzliche strukturierte Daten, damit Modelle eine Seite öfter zitieren
  • Eigene Seiten oder Texte, die nur für Maschinen geschrieben sind

Zur llms.txt schrieb John Mueller von Google im Juni 2025, kein KI-System nutze die Datei. Ahrefs hat sich im Mai 2026 rund 38.000 Domains mit gültiger llms.txt angesehen. Bei 97 Prozent davon wurde die Datei im ganzen Monat kein einziges Mal abgerufen.

Auf unserer Website liegt trotzdem eine. Sie entsteht beim Bauen der Seite automatisch aus denselben Daten wie alle anderen Seiten und macht deshalb keine Arbeit. Mehr erwarten wir von ihr nicht.

Strukturierte Daten beschreiben eine Seite in einer Form, die Maschinen direkt lesen, etwa Preis, Autor oder Firma. Für die KI-Funktionen seiner Suche braucht es laut Google keine besonderen. Eine Studie von Ahrefs vom Mai 2026 fand bei Seiten, die solche Daten nachgerüstet hatten, keinen Zuwachs an Zitaten. Untersucht wurden allerdings nur Seiten, die schon vorher oft zitiert wurden.

Bleibt die Idee, eigene Seiten nur für Maschinen zu schreiben. Für seine KI-Funktionen schreibt Google ausdrücklich, dass es keine neuen maschinenlesbaren Dateien und keine Textdateien für KI braucht. Einen Beleg, dass solche Seiten bei ChatGPT oder Gemini helfen, haben wir nicht gefunden. Eine Seite, die nur ein Modell liest, verdoppelt dagegen die Pflege.

Was sich belegen lässt

Die Liste ist kürzer und weniger aufregend. Es sind vier Fragen, die jede Website auch für die normale Suche beantworten muss.

Darf eine Maschine eure Seite überhaupt lesen? Für seine KI-Funktionen nennt Google als Erstes, das Crawling in der robots.txt und beim Hoster zu erlauben. Die robots.txt ist die Datei, die festlegt, welche Programme eine Website lesen dürfen. Bei uns ist darin für KI-Crawler nichts gesperrt.

Steht der Inhalt im HTML, oder kommt er erst per JavaScript? Laut Vercel führten die großen KI-Crawler im Dezember 2024 kein JavaScript aus. Was erst im Browser nachgeladen wird, sehen sie also nicht. Unsere Seiten werden auf dem Server fertig gebaut und kommen als HTML an.

Sagt die Seite in Worten, was ihr anbietet? Google rät, wichtige Inhalte als Text auf die Seite zu stellen. Ein Wortspiel im Claim kann ein Mensch deuten. Ob ein Modell es deutet, ist offen. Klartext hilft ohnehin auch Menschen. Das gilt schon für Seiten, die so heißen, wie eure Besucher fragen.

Wird eure Marke anderswo im Netz genannt? Laut einer Studie von Ahrefs vom Mai 2025 hängen Nennungen in Googles KI-Übersichten deutlich enger mit Erwähnungen im Netz zusammen als mit der Zahl der Links auf eine Website. Das ist ein Zusammenhang und noch kein Beweis für die Ursache. Für die anderen KI-Systeme hat die Studie es nicht gemessen.

Was wir an unserer Website geändert haben

Wir haben ausprobiert, was davon auf unserer eigenen Website zählt. Dafür haben wir Sprachmodellen mit Websuche Fragen gestellt, wie Kunden sie stellen. Danach haben wir nachgesehen, welche Seiten die Modelle als Beleg nennen und was sie daraus wiedergeben.

Das Muster dahinter gilt für Modelle allgemein. Steht ein Angebot mit Preis und Dauer wörtlich auf einer Seite, gibt ein Modell es meist richtig wieder. Eine Haltung, die man zwischen den Zeilen lesen muss, gibt es kaum wieder.

Ein Beispiel ist unser eigenes Produkt Jardis®. Dass wir Marke und Software selbst gebaut haben, war über mehrere Seiten verteilt. Heute beantwortet es ein Satz in einer FAQ auf der Startseite. Auf die Frage, ob wir selbst schon ein Produkt gebaut haben, beginnt die Antwort mit Ja.

Die Wort-Bild-Marke Jardis® in Weiß auf einem grünen Lichtverlauf, der nach unten in Schwarz übergeht
Wort-Bild-Marke auf grünem Verlauf

Das zweite Beispiel ist die Reihenfolge bei einem Rebranding. Auf der Seite dazu steht jetzt ausgeschrieben, was in welcher Woche passiert. Zuerst kommen Markenkern und Positionierung, gestaltet wird erst in Woche drei.

An der Technik haben wir dafür nichts gedreht. Geändert haben wir Sätze.

Wie viel der Kanal heute bringt

Wie groß der Kanal ist, lässt sich nur schätzen. Der Datenanbieter DataForSEO schätzt, wie oft ein Begriff in KI-Assistenten angefragt wird. Für corporate design kam er im August 2026 auf 137 Anfragen gegen 9.900 Suchen bei Google. Über die Begriffe rund um Marke und Design ist die KI-Nachfrage damit zwanzig- bis siebzigmal kleiner. Das ist eine Schätzung, keine Messung.

Dazu kommt, dass eine Antwort den Klick oft ersetzt. Wer genannt wird, bekommt dafür nicht unbedingt einen Besuch. Der Wert liegt in der Nennung. Euer Name fällt, wenn jemand nach eurer Leistung fragt.

Grün leuchtende Schaltfläche Explore Jardis mit Pfeil, daneben ein großer Mauszeiger auf schwarzem Grund mit Punktraster
Schaltfläche mit Mauszeiger

Für die meisten Unternehmen ist GEO deshalb kein eigenes Projekt. Wer seine Website für Menschen klar schreibt und sie für Maschinen lesbar hält, hat das meiste schon erledigt. Bei Googles KI-Übersichten spricht zudem einiges dafür, dass Erwähnungen anderswo im Netz zählen.

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Häufige Fragen zu diesem Thema.

RolfNiklas

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SEO zielt auf einen guten Platz in der Liste der Suchergebnisse. GEO zielt darauf, in der Antwort einer KI genannt zu werden. Die Grundlage ist dieselbe. Beide brauchen eine Seite, die Maschinen lesen können und die im Klartext sagt, was ihr anbietet.

Die Sache ist seriös, viele Versprechen dazu sind es nicht. Für eine llms.txt gibt es keinen Beleg. Gegen strukturierte Daten und Seiten nur für Maschinen sprechen Quellen, die aber nur Googles KI-Funktionen oder schon oft zitierte Seiten betreffen. Fragt bei jedem Ratschlag nach der Quelle.

Ja, denn KI-Systeme mit Websuche brauchen Seiten, die sie finden und lesen können. Laut Ahrefs stammen etwa drei Viertel der Zitate in Googles KI-Übersichten aus den ersten zehn Treffern. Bei ChatGPT, Gemini und Copilot waren es nur 12 Prozent. Gefunden werden müssen die Seiten aber auch dort.

Nein, dafür gibt es bei uns weder ein Programm noch einen Preis. Unsere Websites im Programm Headgent® Brand lassen sich aber von Suchmaschinen und KI-Systemen lesen. Das gehört zur Arbeit und ist kein eigenes Angebot.

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